Zeitreise erleben im Neanderthal-Museum

Das Highlight eines jeden Mettmann-Besuchs ist sicherlich die Besichtigung des Neanderthal Museums. Hier können Kinder und Erwachsene in einer multimedialen Dauerausstellung die Entwicklung des Menschen erkunden. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Programm.

 

Woher kommen wir?   Wer sind wir?  Wohin gehen wir?

 

Das sind die zentralen Fragen, die durch das Neanderthal Museum leiten. Die Ausstellung zeigt den langen Weg der Menschheit aus den Savannen in die Großstadt. Einen Schwerpunkt bilden die Neanderthaler deren lebensechte Figuren auf der Basis von Original-Schädelfunden mit wissenschaftlichen Verfahren rekonstruiert wurden. Multimediale Inszenierungen, Hörerlebnisse, aber auch klassische Medien wie Exponate und Lesetexte vermitteln anschaulich die aktuellen Forschungsergebnisse aus Archäologie und Paläoanthropologie. PC-Stationen ermöglichen eine individuelle Vertiefung.

 

Neanderthal-Museum

Talstraße 300, 40822 Mettmann

Alle Infos unter www.neanderthal.de


Fundstelle des Neanderthalers

Ein paar Gehminuten vom Museum entfernt liegt der Fundort des Neanderthalers. 

Ein Audioguide erzählt Ihnen die große Tal- und Forschungsgeschichte.

 

Die Feldhofer Grotte ging durch den Kalkabbau für immer verloren. Eine Annäherung an ihre ehemalige Topographie wurde durch die Ausgrabungen in den Jahren 1997 und 2000 möglich.

 

In einem internationalen Wettbewerb für Landschaftsarchitekten, zu dem 50 Ateliers aus ganz Europa zugelassen wurden, erkannte die Jury im Jahr 2000 Cornelia Müller und Jan Wehberg, Lützow 7 den ersten Preis zu.

 

Lützow 7 hat den Fundort des berühmtesten Deutschen als archäologischen Garten inszeniert. Visuelle Bausteine wie Steinkreuze, Zeitachse, Fluchtstangen und Liegen verbinden sich mit der Topographie des Ortes und berichten von der wechselvollen Talgeschichte. Zwei Botanika zeigen Sammelpflanzen des Eiszeitalters und rekonstruieren mit arktischen Arten eine eiszeitliche Pflanzengesellschaft der offenen Lößflächen.

 

Alle Zeugnisse des Fundortes sind durch ein Audiosystem in eine große Erzählung der Tal- und Forschungsgeschichte eingebunden. Besucher können den Ort und sein Geheimnis – die Mehrzahl der Funde liegt noch in drei Meter Tiefe – mit allen Sinnen entdecken.

 

Öffnungszeiten Fundstelle

März bis Oktober 10 bis 17 Uhr, November bis Februar 10 bis 16 Uhr.


Eiszeitliches Wildgehege

In großen Freigehegen im Neandertal werden Auerochsen, Tarpane und Wisente, die zur Jagdbeute der Neanderthaler zählten, artgerecht gehalten. Für eine Rundwanderung benötigt man etwa 60-80 Minuten.

 

Seltene Tiere der Eiszeit artgerecht zu halten, das hat sich das Wildgehege Neandertal zur Aufgabe gemacht.

 

Und das schon seit 1935, dem Jahr der Gründung durch den Naturschutzverein Neandertal. In den großen und weitläufigen Freigehegen leben heute Wisente sowie Abbildzüchtungen von Auerochsen und Tarpanen (Wildpferde), die in Europa schon vor hunderten von Jahren ausgestorben sind.

 

Doch sind sie die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder und Pferde, so dass die heute lebenden Tiere das Erbgut der ausgestorbenen Tiere in sich tragen. Durch Kreuzung ursprünglicher Rassen konnten Tiere gezüchtet werden, die ihren Vorfahren sehr ähnlich sind.


Kunstweg Menschenspuren

Entdecken Sie zwischen Neanderthal Museum und Wildgehege die Arbeiten von zehn Künstlerinnen und Künstlern von internationalem Rang, die das Spannungsverhältnis Mensch-Natur erlebbar machen. Ein Audioguide zum Kunstweg ist im Museum erhältlich.